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Optimale Ernährung, Mikrobiom und Gesundheit

Dass eine pflanzen- und ballaststoffreiche Ernährung das Darmmikrobiom und die Gesundheit günstig beeinflusst, ist bekannt. Die neue Nature-Arbeit geht einen Schritt weiter: Sie beurteilt nicht nur die allgemeine Vielfalt, sondern ordnet 661 häufig vorkommende mikrobielle Arten danach ein, wie eng sie mit Ernährung und kardiometabolischer Gesundheit verbunden sind und wie sie durch gezielte Ernährung beeinflusst werden. Die Risikofaktoren für die Herzgesundheit konnten durch personalisierte Ernährung verbessert werden. Dies ist auf günsige Veränderungen des Mikrobioms zurückzuführen.

Was die neue Methode leistet

Im Hintergrund entsteht eine differenziertere Mikrobiom Bestimmungsmethode. Eine metagenomische Stuhlanalyse erfasst, welche Arten vorhanden sind und in welchen relativen Mengen sie vorkommen. Daraus lässt sich ein individuelles Mikrobiomprofil ableiten, das sowohl günstig als auch ungünstig assoziierte Muster berücksichtigt.

Praktische Umsetzung

Schritt

Praktische Konsequenz

1. Mikrobiom erfassen

Bestimmen, welche günstig und ungünstig assoziierten Arten vorhanden sind und wie stark sie vertreten sind.

2. Profil einordnen

Erkennen, welche günstigen Arten fehlen oder nur schwach vertreten sind und welche ungünstigen Gruppen dominieren.

3. Passende Lebensmittel wählen

Lebensmittel bevorzugen, die mit erwünschten Mikroben verbunden sind, z. B. bestimmte Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Gemüse, Früchte, Nüsse, Samen oder fermentierte Lebensmittel.

4. Vielfalt erhöhen

Viele verschiedene Ballaststoffe, Polyphenole, resistente Stärke und fermentierte Lebensmittel kombinieren, da unterschiedliche Mikroben unterschiedliche Substrate benötigen.

5. Verlauf prüfen

Nach mehreren Wochen kontrollieren, ob günstig assoziierte Arten zunehmen und ungünstig assoziierte Arten zurückgehen.

Was problematische Befunde bedeuten

Ein ungünstiges Muster bedeutet nicht automatisch, dass Krankheitserreger vorhanden sind. Es zeigt vielmehr, dass bestimmte Arten in grossen Datensätzen häufiger mit ungünstiger Ernährung, höherem Körpergewicht oder Stoffwechselstörungen verbunden waren. Die Konsequenz ist deshalb meist nicht, einzelne Bakterien direkt zu bekämpfen, sondern das gesamte Darmökosystem durch passende Ernährung zu verändern.

Fazit

Die neue Methode macht das Mikrobiom gezielter messbar und die Ernährung individueller steuerbar. Der praktische Weg lautet: Mikrobiom erfassen, günstige und ungünstige Muster erkennen, passende Lebensmittel auswählen, Pflanzenvielfalt erhöhen und die Veränderung im Verlauf überprüfen. Die bekannten Grundregeln einer gesunden Ernährung bleiben bestehen; neu ist ihre präzisere Ausrichtung auf das persönliche Mikrobiom.

Ausführliche Info können Sie hier herunterladen (Pdf, 14 Seiten)

Referenz

Asnicar F, Manghi P, Fackelmann G, et al. Gut micro-organisms associated with health, nutrition and dietary interventions. Nature. 2026;650:450–458. doi:10.1038/s41586-025-09854-7

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